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Benefiz Romania

Schulen und Länder übergreifendes Projekt zur Unterstützung der Caritas Catolica Oradea
bei der Restaurierung eines völlig desolaten Hauses zum neuen Caritas-Zentrum St. Josef.

Hilfe ist notwendig

Nach der politischen Wende in den Jahren 1989/90 hat sich in Rumänien sehr viel positiv verändert: Die wichtigsten Straßen wurden erneuert, Tankstellen errichtet und Firmen gegründet. Viele Stadtzentren sind bereits restauriert; dort gibt es unzählige neue Geschäfte, ein erkennbarer Versorgungsengpass ist nicht wahrnehmbar.

Viele Menschen aber haben an diesem Aufschwung keinen Anteil, für sie ist das Leben schwieriger geworden als früher, besonders für alte und kranke Leute, Behinderte und kinderreiche Familien. Ihre Situation ist durch den gewaltigen Preisanstieg nach der Öffnung der Grenzen und nach dem EU-Beitritt 2007 noch schlimmer geworden. Umgeben von der positiven Entwicklung des Landes wird ihre Not immer unsichtbarer, so dass der erste Eindruck zunehmend täuscht. Es gibt viele Menschen, die dringend auf Hilfe angewiesen sind.

Konkrete Hilfe in Oradea

Oradea liegt im Westen Rumäniens, nahe der ungarischen Grenze, und hat etwa 220 000 Einwohner. Dort hatte der Orden der Barmherzigen Schwestern 1938 ein Krankenhaus errichtet, das 1949 vom Staat enteignet und im Februar 2010 der Kirche in einem völlig desolaten Zustand zurück gegeben wurde. Der Diözesanbischof von Oradea hat das Gebäude der Caritas zur Verfügung gestellt, aber, um verwendet werden zu können, muss es zur Gänze restauriert werden.

Das Haus soll schwerpunktmäßig einmal ein Lager für Hilfsgüter, eine Poliklinik und eine Apotheke für Menschen, die keinen Zugang zum staatlichen Gesundheitssystem haben und ein Altenheim für 32 Personen beinhalten. Mit diesen Einrichtungen wird die Caritas besser arbeiten und dadurch noch mehr Menschen helfen können als zurzeit. Die Caritas arbeitet unter schwierigen Bedingungen sehr engagiert, ihre finanziellen und personellen Ressourcen reichen jedoch bei weitem nicht aus, all das zu verwirklichen, sie ist auf fremde Hilfe, auf unsere Hilfe, angewiesen.

BenefizRomania

Die Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Krems als Dachorganisation lädt Schulen ein, entsprechend ihren Bildungszielen, Schwerpunkten und Möglichkeiten bei der Restaurierung mitzuarbeiten. Ehrenamtlicher Projektleiter ist Diakon OStR Mag. Peter Zidar, Religionslehrer an der BHAK St. Pölten.

Eine sehr wertvolle Mithilfe besteht in Arbeitseinsätzen auf der Baustelle in Oradea. Mehrere Schulen haben sich daran schon beteiligt, in der Woche nach Ostern (Dienstag 2.4. bis Samstag, 6.4.2013) waren es die Landesberufsschule Zistersdorf und die HTBLuVA St. Pölten. 6 Schüler und 2 Lehrpersonen der Abteilung Elektrotechnik nahmen die Herausforderung an. Wie ist es dazu gekommen? Nach ersten informellen Gesprächen mit der Schulleitung und mit AV Hermann Binder machte sich Werkstättenleiter Ing. Gerhard Mayer mit Peter Zidar vor Ort ein Bild. In der Folge haben beide im Rahmen des Religionsunterrichtes die 2 Klassen der 4. Jahrgänge über dieses Projekt informiert. Ich habe sehr gerne diese Information vermittelt, da im Religionsunterricht des 4. Jahrganges schwerpunktmäßig sozialethische Themen vorgesehen sind und habe mich über das Interesse einiger Schüler sehr gefreut. Patrick Rolea, Schüer der 3. Klasse Fachschule, war auch mit dabei. Er spricht rumänisch und hat schon im Vorfeld bei Übersetzungsarbeiten mitgewirkt, Das war auch vor Ort wichtig. Die Projektreise wurde vom Schulgemeinschaftsausschuss zu einer schulbezogenen Veranstaltung erklärt. Diplompädagoge Hermann Meiseneder ist der Verantwortliche für die Arbeiten der Schüler und hat bereits im Vorfeld viele Kontakte zu Firmen geknüpft, sodass auch ein beträchtliches Maß an Materialspenden erwartet werden darf.

 

Was uns wirklich erwartete, sahen wir erst vor Ort. Mag. Bruckner nahm sich der Baustellenreinigung an und leitete eine Gruppe rumänischer SchülerInnen. Hermann Meiseneder und sein Team führten zunächst Gespräche mit dem Architekten und  mit dem Verantwortlichen der elektrotechnischen Planung. Wie groß ist der Gesamtbedarf? Welche Nutzung haben einzelne Räume? Welche Stromkreise können zusammengefasst werden? Wo soll es Schaltkästen geben? Wie und wo können die Deckendurchbrüche erfolgen? Immer wieder tauchten neue Fragen auf. Brandmelder, Fluchtwegebeleuchtung etc. In konzentrierter Arbeit haben die Schüler jeden Raum vermessen und die notwendigen Unterlagen zusammengetragen. Mit der Planung der Schaltkästen und mit der Berechnung des benötigten Materials wurde vor Ort schon begonnen. Die Schaltkästen werden in der Folge in der Werkstätte gebaut.

Wie kann das benötigte Material aufgebracht werden? Wann kann diese Arbeit fortgesetzt werden? Kann das dieselbe Gruppe leisten? Lässt sich das Projekt in einer Diplomarbeit vertiefen?

Ich bin sehr zuversichtlich, dass diese Arbeit gut zu Ende geführt werden kann und ein sehr wesentlicher Beitrag zu einem großen Ganzen ist. Alle Beiträge dienen letztlich dem Ziel, Menschen zu helfen, die dringend auf Hilfe angewiesen sind. BenefizRomania möchte auch dazu beitragen, dass SchülerInnen unserer Schulen durch ihr Engagement wertvolle Lebenserfahrungen machen können, schöne und interessante Stunden und Tage erleben, vor allem aber in ihrer Motivation für die Schaffung von Gerechtigkeit und Frieden gestärkt werden.

Eine Zwischenbilanz:

Die betreuenden Lehrer sind stolz, was die beteiligten Schüler bisher geleistet haben und wie sie ihre Schule und ihre Abteilung vertreten haben.

 

Johann Bruckner
2013-04-21

 

Projektleitung

Diakon OStR Prof. Mag. Peter Zidar

  • BHAK u. BHAS St. Pölten, 3100 St. Pölten, Waldstraße 1, 02742/71840-14
  • 3034 Maria Anzbach, Wienerwaldgasse 424, 02772/53538, 0664/73015127

Peter.Zidar@aon.at

 

Spendenkonto

Caritas Oradea - Rumänien
1909043, Raiffeisenbank Laaben - Maria Anzbach BLZ 32414